Geldtransfer nach ThailandDieses Thema taucht unter den verschiedensten Threads immer wieder mal auf. Um zu einer verbindlichen Sachinformation zu diesem Thema zu kommen, hatte ich angeregt, gemeinsam das Thema zu erarbeiten. Dazu wollte ich den Anfang mit diesem Beitrag machen.
Es ist wohl wichtig, vorab einige Begriffe zu erklären, weil diese in bisherigen Forenbeiträgen nicht immer richtig verstanden oder zitiert worden sind. Diese Informationen sind auf Zahlungen von Deutschland bezogen. Es bleibt unseren Freunden aus A-CH überlassen, etwas Ähnliches auf ihre Belange zuzuschneidern.
BIC = Bank Identifier Code; entspricht der deutschen Bankleitzahl im internationalen Zahlungsverkehr; wird speziell im SWIFT-Verfahren verwandt Der BIC kann nur 8- oder 11- s stellig sein und setzt sich im Wesentlichen aus Groß-Buchstaben zusammen. Die 5.+6.Stelle ist immer ein abgekürzten Hinweis auf das Land.
Beispiel: (Deutsche)Postbank >> PBNK
DEFF
Die großen Thaibanken haben auch einen BIC; z.B. SCB = SICO
THBK
IBAN = International Bank Account Number; Mischung aus Buchstaben + Ziffern. Gibt es noch nicht für Thaibanken.
Derzeit zusammen mit dem BIC zwingend erforderlich, wenn man in D. Überweisungen billig in das EURO-Ausland ausführen möchte. Maximale Stellenzahl > 30, in Deutschland immer exakt 22.
Die ersten 4 Stellen >>> nationales Zeichen (=DE) + 2 Prüfziffern
Stellen 5 bis 12 >>> enthalten die bisherige deutsche BLZ(Bankleitzahl),
Stellen 13 bis 22 >>> Kontonummer, linksbündig aufgefüllt mit Nullen, wenn sie aus weniger als 10 Stellen besteht.
IBAN und BIC stehen immer auf dem Kontoauszug einer deutschen Bank
SWIFT =Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication. Näheres unter >>>
http://de.wikipedia.org/wiki/SWIFT SWIFT standardisiert den Nachrichtenverkehr der Finanzinstitute untereinander. Wird für den weltweiten Zahlungsverkehr genutzt. (Der Große Bruder in den US sieht zwar mit, tut aber normalerweise nicht weh).
THB = offizielle Bezeichnung für den Thai Baht
TAN = Trans Action Nummer; von der Bank angeforderte Nummer, die dem Kunden zur Verfügung steht und von ihm für wichtige Aktionen Sicherheitsgründen eingegeben werden muss.
Generelle AspekteEs gibt keinen idealen Geldtransfer von D. nach Thailand, der alle Wünsche zugleich erfüllt, nämlich
billig, schnell, kursgünstig und sicher zu sein. Darum wird für jeden einzelnen entscheidend sein, was im Moment der Geldanforderung den Vorrang hat, beispielsweise schnell oder billig. Das schließt sich gegenseitig aus.
Hier sollen zunächst nur die Bankenüberweisungen behandelt werden. Der Vergleich mit Bar-Umtausch, Traveller Schecks, Kreditkartengebrauch etc. folgt später.
1. Wenn das Geld extrem schnell in Thailand sein soll, dann kann man z.B. die Zahlung über Western Union anfordern. Nachteil: extrem hohe Gebühren, schlechter Kurs in Thailand.
Andere Möglichkeiten : ……………Ich habe hier wiederholt gelesen, dass einige bereits nach 1 oder 2 Tag/en die Gutschrift aus der Banküberweisung auf dem Thaikonto hatten. Hier im abgelegnen Norden Thailands konnte ich immer bei der SCB am 3.Arbeitstag und bei der KTB am 4.Abrbeitstag gegen 15:00 Uhr über das Geld verfügen. Das war eine konstante Regel. Da vermutlich alle internationalen Zahlungen im zeitnahen SWIFT-Wege untereinander ausgetauscht werden, würde mich interessieren, warum es diese unterschiedlich längeren Überweisungswege gibt. (Pampas oder was???).
Weiß das jemand?2. Ob eine Überweisung insgesamt preisgünstig ist/war, hängt von mehreren Faktoren ab. Nur wenn man alle zusammen abgleicht, kann man das preiswerteste Ergebnis ermitteln.
a) Bankgebühren in Deutschland
Von Bank zu Bank verschieden. Selbst von der Höhe des zu überweisenden Betrags hängt die Gebühr ab (=Staffelung). Deswegen ist ein Urteil, ob billig oder teuer, nur bei genauem Vergleich dieser Kriterien objektiv.
Eine Anfrage bei den deutschen Banken oder Suche in den Webseiten der verschiedenen Banken geben einem den Überblick über die Gebühren für Auslandsüberweisungen. Es wurde verschiedentlich gesagt, die Postbank nehme nur 1,50 € für eine Überweisung nach Thailand. Ist nicht korrekt. Aus der Gebührentabelle geht hervor, dass zusätzlich 10 € für die Gebühren der so genannten Korrespondenzbank anfallen. Wenn man sich hier in T. den Abrechnungsbeleg geben lässt, sieht man, dass beispielsweise statt 3.000 € nur 2.990 € übertragen worden sind. Im deutschen Kontoauszug sieht man diese Kürzung nicht, dort stehen dann 3.000 € im Soll. Bis 2.500€ fallen bei der Postbank 5€ + 1,50 Gebühren an, bis 12.500 € jeweils 10€ + 1,50 € an, jeweils im Online-Verfahren.
Ich kann das momentan nur für die Postbank sagen, jedoch sollte mal von Euch geprüft werden, ob andere Banken das auch so machen. Ich hab noch nicht geprüft, ob diese 10€- Gebühr auch anfällt, wenn ich BEN im Vordruck ankreuze (also: Gebühren trägt der Empfänger). Das wurde bereits mehrfach hier im Forum empfohlen.
Wenn eine Bank gebührenfreie Überweisungen nach Thailand verspricht, würde ich auf jeden Fall klären, ob dadurch der Kurs in Thailand gedrückt wird.
Man sollte bei den Überweisungsaufträgen bedenken, dass die Thaibanken berechtigt sind, bei Beträgen ab 10.000€ nachzufragen, ob Geld gewaschen wird.
Für mich persönlich ist sehr wichtig, dass ich meine Auslandsüberweisung nach T. durch Internet(=Online)-Banking von hier aus veranlassen kann Dadurch ist diese Bank in der Regeln bei den Gebühren günstiger als andere, geht ja dann ohne Kassenpersonal. Außerdem bin ich dadurch unabhängig von Verwandten oder Freunden in D. und kann jederzeit und für die Zukunft Aufträge erteilen.
Man selbst sollte auch checken, ob eine deutsche Bank kostenlose oder billige Auslandsgebühren nicht anderweitig kompensiert, etwa bei den normalen Gebühren.
Wenn jemand in Deutschland extrem hohe Gebühren für Überweisungen nach Thailand zahlt, ist es lohnenswert, über einen Bankwechsel nachzudenken, falls man mal in Deutschland weilt.
Es scheint schon ganz klar und deutlich zuvor diskutiert worden zu sein, für eine Überweisung nach Thailand nie den Gebührenmodus “OUR” anzukreuzen. OUR bedeutet, man übernimmt sowohl die Gebühren in Thailand als auch die der deutschen Bank. In Thailand stört man sich nicht daran und kassiert trotzdem (also doppelt).
b) Bankgebühren in Thailand
Bisher entzieht es sich meiner Kenntnis, nach welchem Kriterium Gebühren hier in Thailand erhoben werden. Es wurden hier viele unterschiedliche genannt. Es hieße jedoch Mangos mit Papayas vergleichen, wenn man nicht die Höhe des überwiesenen Betrages und andere Bedingungen mit einbezieht.
Hier ein Gebühren Beispiel eines mir bekanten Fall vom 1.12.2008 bei der Krung Thai Bank:
In Deutschland angewiesen: SHARE (=Gebührenteilung) >> Betrag 4.400€ minus 10€ für die Deutsche Bank (=Korrespondenzbank der Postbank):
489,99 THB für Inward Commission Received
50,00 THB für Cable and Online Charge
3. Kurse hier in Thailand
Ein Blick auf die englischsprachigen Webseiten der großen Thai Banken liefert einem die Erkenntnis, dass die Kurse wohl annähernd gleich, aber nicht identisch sind. Das mag auch damit zusammenhängen, dass zu mehreren Zeitpunkten am Tage neue Kurse ermittelt werden. Der Vergleich wird dadurch erschwert, dass die Zeitpunkte bei den einzelnen Banken nicht einheitlich sind. Welchen Kurs sich die Thaibank für die Überweisung aus Deutschland aussucht (eventuell den für sie günstigsten), ist mir noch ein Buch mit 7 Siegeln. Ich weiß lediglich, dass ich am 4.Arbeitstag von der Krung Thai Bank einen der 4 möglichen Wechselkurse vom 4.Arbeistag erhalte. Vielleicht kennt das jemand genauer?
Noch ein Hinweis scheint angebracht. Wenn man den Wechselkurs in den Banktabellen ermitteln will und nicht mehr genau weiß, welche Rate man sich aussuchen muss, nehmt die Seite, wo die niedrigeren Kurse stehen, das sind die Bank Buying Rates. Ansonsten kann es Missverständnisse geben.
Kursabfragen im Internet ist möglich u.a. bei
http://www.cb.ktb.co.th/prod/bishis.nsfhttp://www.scb.co.th/exchange/bk-txtexchange.htm4. Sicherheit
Aus eigener Erfahrung über etliche Jahre kann ich nur berichten, dass alle meine Überweisungen von D. nach T. korrekt gelaufen sind, allerdings nie in berüchtigte Touristenorte. Außerdem scheint es mir wichtig, die kritischen Daten - wie Empfängername, Bankbezeichnung oder BIC, Kontonummer, Betrag - nicht nur zu 99%, sondern zu 100% auf die Richtigkeit im Überweisungsauftrag zu prüfen. Das wäre ein weiterer wichtiger Grund, die Zahlungen online anfordern zu können.
Wo und weshalb habt ihr mal Probleme hier gehabt? Bitte Sachverhalt genau darstellen.
Noch ein Hinweis zur Sicherheit im deutschen Bankensektor. Ich kann z.B. bei der Postbank nach der Online-Auslandsüberweisung Einstellungen so ändern, dass Internetbanking-Aufträge mit einer TAN auf NULL gesetzt werden. Dadurch kann niemand ohne meine TAN-Nummern von außen darauf zugreifen und Geld abziehen. Vor dem nächsten Auftrag ändere ich den Wert dann kurzfristig auf den gewünschten Betrag und gleich danach wieder auf NULL.
Um zum gewünschten Ziel zu kommen, bitte ich nun um kritische Hinweise zu Fehlern oder Unkorrektheiten.
Nach Sammlung der Einwände, erstelle ich dann ein neues Konzept.
Fortsetzung folgt.
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